9.12.2011 Neu formiert und fleißig .. [WB]
Neu formiert und fleißig auf Punktejagd
Kreisliga A: SC Verl III seit drei Partien ungeschlagen
Von Patrick Thiele
Verl (WB). Im Fußball hat jeder Klub eigene Stärken und Schwächen, jeder Coach sein eigenes Konzept. Die einen kaufen von Saison zu Saison die Leistungsträger der Konkurrenz, die anderen halten an einem Grundgerüst fest, um das ein Team aufgebaut wird. So auch der jetzige SC Verl III.
Als solcher tritt nämlich seit nunmehr vier Partien die vormalige »Verler Vierte« in der Kreisliga A auf. Hintergrund: Aus privaten und beruflichen Gründen herrschten bei der alten dritten Mannschaft personelle Engpässe. Dann sprang das Team aus der Kreisliga B ein: »Wir spielen jetzt vier Jahre als vierte Mannschaft, das Kerngerüst aus der ersten Saison steht trotzdem noch«, beschreibt Trainer Tobias Löhner.
Dass dieses Konzept aufgeht, zeigen die derzeitigen Leistungen des Sportclubs. Am zwölften Spieltag kickte die Viertvertretung erstmals eine Klasse höher und verlor das Spiel gegen Spitzenreiter Harsewinkel nur knapp mit 0:1. Es folgten Punktgewinne gegen Friedrichsdorf (0:0) und Spexard (1:1) sowie ein Sieg gegen Rheda (4:2). »Wenn wir gegen Harsewinkel nicht angetreten wären hätte das den direkten Abstieg der Mannschaft zur Folge gehabt«, erklärt Löhner, dessen Team zuvor in der Kreisliga B um den Aufstieg mitspielte. »Wir hatten das Ziel aufzusteigen. Das haben wir jetzt leicht geschafft«, witzelt er. Im Falle des Abstiegs ginge es zurück in die B-Liga. »Wir haben also absolut keinen Druck«, so Löhner.
Am Sonntag (14.30 Uhr) empfangen seine Schützlinge Suryoye Verl auf dem Kunstrasen an der Poststraße. »Das Spiel hat Derbycharakter« meint Löhner, der selber keinen Gästeakteur persönlich kennt: »Aber ein paar Spieler kennen sich untereinander.« Mit einem Sieg würde man den Anschluss zum unteren Mittelfeld herstellen, der Abstand auf die Abstiegsplätze wäre auf vier Punkte erhöht. »Das wäre mehr als wir erwartet haben«, freut sich der Trainer, der allerdings sieben bis acht Langzeitverletzte kompensieren muss. Dazu kommen berufliche und familiäre Ausfälle.
Der Coach ist sich jedoch sicher, auch gegen Suryoye eine schlagkräftige Truppe aufbieten zu können: »Wir haben genug Leute, und alle wollen beim Ziel Nichtabstieg mit anpacken. Da gehören Punkte gegen Suryoye dazu.«
Artikel vom 09.12.2011
mit freundlicher Genehmigung
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